Spezialdiagnostik – wenn Beschwerden bleiben
Manche gesundheitlichen Veränderungen zeigen sich erst Wochen oder Monate nach einer Infektion oder im Anschluss an eine Immunisierung. Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Brain Fog oder eine erhöhte Infekt- anfälligkeit können Hinweise darauf sein, dass bestimmte Prozesse im Immunsystem noch nicht vollständig reguliert sind.
In solchen Situationen kann eine vertiefte medizinische Analyse sinnvoll sein.

Unsere Spezialdiagnostik konzentriert sich auf immunologische Prozesse, die im Zusammenhang mit Post-Covid-Syndromen, ME/CFS oder auch Post-Vac-Beschwerden diskutiert werden. Dabei arbeiten wir mit spezialisierten Laboren und modernen Analyseverfahren.
Bei MedVital360 verbinden wir moderne Schulmedizin mit biologischer Medizin und Naturheilkunde. So entsteht ein integrativer Ansatz, der besonders bei chronischen oder komplexen Beschwerden neue Perspektiven eröffnen kann. Unser Fokus liegt auf fundierter Diagnostik, individueller Therapie und medizinischer Verantwortung. Unseriöse Versprechen oder Experimente mit deiner Gesundheit sind für uns ausgeschlossen.
Was wir untersuchen
Erweiterte Immunanalyse
Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Immunzellen, Botenstoffen und Regulationsmechanismen.
Durch gezielte Laboranalysen können bestimmte Aktivitätsmuster sichtbar gemacht werden.
Dabei betrachten wir unter anderem:
-
Immunzellaktivität
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Entzündungsmarker
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immunologische Signalstoffe
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Regulationsprozesse des Immunsystems
Diese Untersuchungen können Hinweise darauf geben, ob immunologische Prozesse weiterhin aktiviert sind.
Spike-Protein Analyse
Im wissenschaftlichen Kontext wird auch die mögliche Rolle von Spike-Protein-Fragmenten im Zusammenhang mit Post-Covid- oder Post-Vac-Beschwerden diskutiert.
Für entsprechende Spezialanalysen arbeiten wir mit spezialisierten Laboren zusammen, darunter das MMD-Labor von Dr. Prof. König in Magdeburg sowie das IMD-Labor in Berlin.
Dort können spezifische Untersuchungen durchgeführt werden, die mögliche Spike-Protein-Strukturen in:
- Immunzellen,
- Exsosomen oder
- im Serum analysieren.
Spezielle Mitochondrien-Diagnostik
Bei anhaltender Erschöpfung, verminderter Belastbarkeit oder chronischer Müdigkeit kann auch die Funktion der Mitochondrien eine Rolle spielen. Diese Zellbestandteile sind für die Energieproduktion im Körper verantwortlich und werden daher oft als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet.
Für eine vertiefte Analyse arbeiten wir mit dem spezialisierten Labor Biovis Diagnostik zusammen. Dort können umfassende Untersuchungen zur mitochondrialen Funktion durchgeführt werden, unter anderem die Bestimmung des BHI-Index (Bioenergetischer Gesundheitsindex).
Diese Analyse kann Hinweise darauf geben, wie effizient die Energieproduktion in den Zellen abläuft und ob mögliche Belastungen im Bereich der mitochondrialen Funktion vorliegen.
Long-Covid – mögliche Ursachen und typische Symptome
Long-Covid beschreibt anhaltende gesundheitliche Beschwerden, die Wochen oder Monate nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 bestehen bleiben oder neu auftreten können. Die Erkrankung kann verschiedene Organsysteme betreffen und zeigt sich oft sehr unterschiedlich von Patient zu Patient.

Zu den häufig beschriebenen Symptomen gehören unter anderem ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue), Konzentrationsstörungen, neurologische Beschwerden, Atemprobleme sowie Herz-Kreislauf-Symptome. Auch eine erhöhte Infektanfälligkeit oder eine verminderte körperliche Belastbarkeit wird häufig berichtet.
Die möglichen Ursachen werden weiterhin intensiv wissenschaftlich untersucht. Diskutiert werden unter anderem anhaltende immunologische Veränderungen, Entzündungsprozesse oder Störungen der zellulären Energieproduktion. Da verschiedene Organsysteme betroffen sein können, wird Long-Covid häufig als multisystemische Erkrankung beschrieben.

Long-Covid oder Post-Covid – was ist der Unterschied?
Im medizinischen Sprachgebrauch werden die Begriffe Long-Covid und Post-Covid häufig verwendet, um länger anhaltende Beschwerden nach einer SARS-CoV-2-Infektion zu beschreiben. Dabei wird teilweise zwischen verschiedenen Zeiträumen unterschieden. Von Long-Covid spricht man in der Regel, wenn Symptome mehr als vier Wochen nach der Infektion bestehen bleiben oder erneut auftreten. Dazu können beispielsweise Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Atemprobleme oder eine verminderte Belastbarkeit gehören. Der Begriff Post-Covid wird meist verwendet, wenn Beschwerden länger als zwölf Wochen nach der Infektion anhalten und keine andere medizinische Ursache gefunden wird. In diesem Fall spricht man auch vom sogenannten Post-Covid-Syndrom.
In der wissenschaftlichen Literatur werden die Begriffe jedoch nicht immer einheitlich verwendet. Teilweise überschneiden sich die Definitionen, und auch internationale Organisationen nutzen unterschiedliche Abgrenzungen. Gemeinsam ist beiden Begriffen, dass sie anhaltende gesundheitliche Beschwerden nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung beschreiben, die weiter medizinisch untersucht und wissenschaftlich erforscht werden.
Was ist das Post-Vaccine-Syndrom (Post-Vac)?
Als Post-Vaccine-Syndrom (Post-Vac) werden anhaltende gesundheitliche Beschwerden bezeichnet, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer COVID-19-Immunisierung auftreten können. Während Long-Covid als mögliche Folge einer SARS-CoV-2-Infektion beschrieben wird, betrifft Post-Vac Menschen, die nach einer Impfung über länger bestehende Symptome berichten. In der medizinischen Diskussion wird von Post-Vac gesprochen, wenn Beschwerden innerhalb von etwa drei Monaten nach der Immunisierung auftreten, über mehrere Wochen oder Monate anhalten und sich nicht durch andere Ursachen erklären lassen. Die beschriebenen Symptome können sehr unterschiedlich sein und betreffen häufig mehrere Organsysteme.
Zu den häufig genannten Beschwerden gehören unter anderem anhaltende Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, neurologische Symptome oder eine verminderte körperliche Belastbarkeit. In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden im Verlauf der Zeit, bei einigen Betroffenen können sie jedoch länger bestehen bleiben.
Die möglichen Ursachen solcher Beschwerden werden derzeit wissenschaftlich untersucht. Diskutiert werden unter anderem immunologische Reaktionen, entzündliche Prozesse oder Veränderungen in bestimmten Regulationsmechanismen des Körpers. Da die Datenlage noch begrenzt ist, besteht weiterhin ein großer Bedarf an Forschung und medizinischer Aufklärung.
Eine sorgfältige medizinische Abklärung kann helfen, Beschwerden besser einzuordnen und mögliche Zusammenhänge differenziert zu betrachten.
Pathophysiologie – warum kann Post-Vac entstehen?
Die genauen Ursachen des sogenannten Post-Vaccine-Syndroms (Post-Vac) werden weiterhin wissenschaftlich untersucht. In der aktuellen Forschung werden vor allem immunologische Reaktionen und entzündliche Prozesse diskutiert, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Immunisierung auftreten können.
Ein möglicher Ansatzpunkt ist die Reaktion des Immunsystems auf das Spike-Protein, das nach der Impfung gebildet wird, um eine Immunantwort gegen das Virus zu trainieren. Bei manchen Menschen könnte diese Immunreaktion stärker oder länger anhaltend sein als erwartet. In wissenschaftlichen Arbeiten wird daher diskutiert, ob anhaltende Aktivierungen des Immunsystems oder entzündliche Signalprozesse zu bestimmten Beschwerden beitragen könnten.
Darüber hinaus werden Autoimmunreaktionen als mögliche Mechanismen untersucht. Dabei richtet sich die Immunabwehr nicht nur gegen fremde Strukturen, sondern reagiert teilweise auch gegen körpereigene Gewebe. In diesem Zusammenhang werden insbesondere Gefäßsystem, Nervensystem und bestimmte Immunzellen in der Forschung betrachtet.
Auch weitere Faktoren könnten eine Rolle spielen. Dazu gehören mögliche Veränderungen des Mikrobioms, also der Darmflora, die eng mit dem Immunsystem verbunden ist. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse können Veränderungen im Mikrobiom auch Auswirkungen auf neurologische oder systemische Prozesse haben.
Zusätzlich berichten einige Betroffene über eine mögliche Reaktivierung latenter Viren, beispielsweise aus der Herpesvirus-Familie. Solche Viren verbleiben nach einer Erstinfektion lebenslang im Körper und können unter bestimmten Bedingungen erneut aktiv werden.
Da diese Zusammenhänge weiterhin Gegenstand intensiver Forschung sind, ist eine sorgfältige medizinische Einordnung und individuelle Diagnostik wichtig, um mögliche Mechanismen besser zu verstehen und Beschwerden differenziert zu bewerten.
Stimmen zum Spike-Protein
Dr. Michael Nehls
„Das Spike-Protein ist ein neurotoxisches Protein – es behindert die neuronale Regeneration.“
(Quelle: Interview mit Punkt.PRERADOVIC, 2022)
Dr. Dietrich Klinghardt
„Das Spike-Protein dringt in jede Zelle ein und zerstört die mitochondriale Funktion – das ist wie eine gezielte Vergiftung.“
Joachim Gerlach
„Das Spike-Protein ist der toxische Hauptakteur dieser sogenannten Pandemie – und es wurde wissentlich verbreitet.“
(Quelle: Vortrag beim Corona-Ausschuss, ca. 2021)
Dr. Robert Malone
„Die mRNA-Impfstoffe verursachen Spike-Protein-Produktion im ganzen Körper – nicht nur an der Injektionsstelle. Das wurde uns verschwiegen.“
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Wir haben eine Antwort.

Viele Menschen mit Long-Covid berichten über deutliche Beschwerden, obwohl klassische Blutuntersuchungen häufig unauffällig erscheinen. Standardlaborwerte wie Blutbild, Entzündungsmarker oder Organwerte sind in erster Linie darauf ausgelegt, akute Erkrankungen oder klare Funktionsstörungen von Organen zu erkennen.
Bei Long-Covid werden jedoch häufig feinere Veränderungen im Immunsystem, im Energiestoffwechsel oder in der Regulation von Entzündungsprozessen diskutiert. Diese komplexen Vorgänge lassen sich mit routinemäßigen Standardlaborwerten nicht immer vollständig erfassen.
Aus diesem Grund kann in bestimmten Fällen eine erweiterte diagnostische Betrachtung sinnvoll sein. Spezialisierte Laboranalysen können dabei helfen, immunologische Prozesse, mitochondriale Funktionen oder andere regulatorische Mechanismen genauer zu untersuchen und mögliche Zusammenhänge besser einzuordnen.
Long-Covid betrifft nicht nur den Körper, sondern auch das Gehirn, das Nervensystem und die Psyche. Betroffene leiden unter anderem an folgenden Auswirkungen:
- Schlafstörungen und innere Unruhe: Viele Patienten können nicht mehr erholsam schlafen, was die Erschöpfung weiter verstärkt.
- „Brain Fog“: Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und mentale Erschöpfung erschweren den Alltag.
- Kopfschmerzen und Schwindel: Viele berichten über anhaltenden Druck im Kopf oder Probleme mit dem Gleichgewicht.
- Missempfindungen: Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Nervenschmerzen können auftreten.
- Verdauungsprobleme: Langanhaltende Störungen der Verdauung sowie plötzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen vor.
- Angstzustände und Depressionen: Emotionale Instabilität, Panikattacken und Stimmungsschwankungen sind keine Seltenheit.
Langzeitcovid belastet den Körper stark und schränkt die Leistungsfähigkeit erheblich ein. Folgende physische Long-Covid Symptome sind bekannt:
- Schwäche: Zittrigkeit, vermindertes Hör- und Sehvermögen
- Erschöpfung: schwere Müdigkeit, selbst nach Schlaf oder Ruhephasen
- Atemprobleme: Kurzatmigkeit, Atemnot und Lungenbeschwerden, selbst bei geringer Belastung.
- Herz-Kreislauf-Probleme: Symptome wie Herzrasen, Bluthochdruck oder Kreislaufschwäche, unkontrollierte Blutdruckentgleisungen
- Immunsystem-Schwächung: Häufige Infekte, permanentes Krankheitsgefühl
- Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen: Schmerzen und Schwächegefühle in der Muskulatur
Besonders schwerwiegend kann das sogenannte Fatigue Syndrom auftreten, das als langanhaltende und ausgeprägte Erschöpfung nach Infektionen wie Long-Covid gilt und häufig mit Erkrankungen wie Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrom (ME/CFS) in Verbindung gebracht wird.
Post Vac kann eine Vielzahl an Symptomen verursachen. Die Beschwerden sind in ihrer Ausprägung sehr individuell.
Zu den häufigsten Post-Vac Symptomen gehören:
- Vermindertes Hör- & Sehvermögen – Sehstörungen, verschwommenes Sehen, Hörverlust.
- Schwere Erschöpfung & chronische Müdigkeit – Trotz ausreichendem Schlaf bleibt die Energie aus.
- Herz-Kreislauf-Probleme – Herzrasen, unkontrollierte Blutdruckentgleisungen & PoTS (posturales Tachykardiesyndrom).
- Atemnot & Zittrigkeit – Unerklärliche Atemprobleme und Muskelzittern.
- Infektanfälligkeit & Krankheitsgefühl – Ein dauerhaft geschwächtes Immunsystem.
- Gedächtnis- & Konzentrationsprobleme – Eingeschränkte geistige Leistungsfähigkeit, Hirnnebel
- Schwindel & Missempfindungen – Gleichgewichtsstörungen, Taubheitsgefühle, Kribbeln.
- Migräne & Kopfschmerzen – Anhaltende Kopfschmerzen oder plötzliche Migräneattacken.
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Lebensmittel verursachen plötzlich Beschwerden.
- Verdauungsprobleme & Mikrobiom-Störungen – Blähungen, Durchfälle, Verstopfung.
- Psychische Probleme – Ängste, Unruhe, Panikattacken, Depressionen
In einigen Fällen entwickelt sich aus den Symptomen eine ernsthafte, dauerhafte Erkrankung. Die möglichen Folgeerkrankungen umfassen:
- Chronische Erkrankungen, die das Leben langfristig beeinträchtigen.
- Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto-Thyreoiditis, Rheuma oder Multiple Sklerose.
- Dauerhafte Schädigungen des Nervensystems, die Bewegungsstörungen oder Taubheitsgefühle hervorrufen können.
- Herzmuskelentzündung & Durchblutungsstörungen, die das Herz-Kreislauf-System erheblich belasten.
Post-Vac ist nicht nur ein vorübergehendes Phänomen, sondern kann langfristige gesundheitliche Einschränkungen nach sich ziehen.
Nach Infektionen oder immunologischen Belastungen können im Körper Veränderungen entstehen, die über klassische Laboruntersuchungen hinausgehen. Besonders das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Immunzellen, Botenstoffen und Regulationsmechanismen, das sehr fein auf äußere Einflüsse reagiert.
Bei anhaltenden Beschwerden kann eine erweiterte immunologische Diagnostik helfen, diese Prozesse genauer zu betrachten. Spezialisierte Laboranalysen ermöglichen unter anderem die Untersuchung von Immunzellaktivitäten, entzündlichen Signalstoffen oder regulatorischen Mechanismen innerhalb des Immunsystems.
Solche Untersuchungen können dabei unterstützen, mögliche Zusammenhänge besser zu verstehen und Beschwerden im medizinischen Gesamtbild differenzierter einzuordnen.
Das Immunsystem arbeitet mit verschiedenen Arten von Abwehrzellen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte T-Helferzellen, insbesondere die Typen TH1 und TH2. Diese beiden Systeme steuern unterschiedliche Formen der Immunabwehr.
TH1-Zellen sind vor allem für die Abwehr von Viren und intrazellulären Erregern zuständig. Sie aktivieren bestimmte Immunzellen, die infizierte Zellen erkennen und beseitigen können.
TH2-Zellen hingegen sind stärker an der Regulation von Antikörperreaktionen beteiligt und spielen eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen sowie bei der Abwehr von Parasiten.
Von einem TH1/TH2-Shift spricht man, wenn das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Immunantworten verändert ist. Das bedeutet, dass entweder die TH1- oder die TH2-Antwort stärker dominiert. Ein solches Ungleichgewicht wird in der medizinischen Forschung unter anderem im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen, Infektionen oder immunologischen Regulationsstörungen diskutiert.
Eine erweiterte immunologische Diagnostik kann Hinweise darauf geben, wie dieses Gleichgewicht im individuellen Fall ausgeprägt ist und ob Veränderungen in der Regulation des Immunsystems vorliegen.
ATP (Adenosintriphosphat) ist die wichtigste Energiequelle unserer Zellen. Jede körperliche und geistige Aktivität – von Muskelbewegungen über Gehirnleistung bis hin zur Immunabwehr – benötigt ATP. Gebildet wird diese Energie vor allem in den Mitochondrien, den sogenannten Kraftwerken der Zellen.
Von einem ATP-Mangel spricht man, wenn die Energieproduktion in den Zellen vermindert ist oder der Energiebedarf des Körpers nicht mehr ausreichend gedeckt werden kann. In solchen Situationen können Zellen ihre Funktionen nur eingeschränkt erfüllen.
Ein reduzierter ATP-Spiegel wird in der medizinischen Forschung unter anderem im Zusammenhang mit anhaltender Erschöpfung, verminderter körperlicher Belastbarkeit, Konzentrationsproblemen oder Muskelschwäche diskutiert. Besonders bei komplexen Erkrankungen wie Long-Covid oder ME/CFS wird untersucht, ob Störungen im Energiestoffwechsel der Zellen eine Rolle spielen könnten.
Spezialisierte Laboranalysen können Hinweise darauf geben, wie effizient die Energieproduktion in den Mitochondrien abläuft und ob Veränderungen im zellulären Energiestoffwechsel vorliegen. Diese Ergebnisse werden immer im Gesamtbild der individuellen Beschwerden betrachtet.
Das Immunsystem kommuniziert über sogenannte Zytokine. Dazu gehören auch Interleukine und der Botenstoff TNF-α (Tumornekrosefaktor-alpha). Diese Signalstoffe steuern Entzündungsreaktionen und helfen dem Körper, auf Infektionen oder Belastungen zu reagieren.
Interleukin-1 (IL-1)
Interleukin-1 gehört zu den zentralen Entzündungsbotenstoffen des Immunsystems. Es wird vor allem von aktivierten Immunzellen freigesetzt und spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung von Abwehrreaktionen. Erhöhte Werte können darauf hinweisen, dass im Körper entzündliche Prozesse oder eine Aktivierung des Immunsystems stattfinden.
Interleukin-6 (IL-6)
Interleukin-6 ist ein vielseitiger Signalstoff, der sowohl Entzündungsreaktionen als auch Immunregulation beeinflusst. Es wird bei Infektionen oder Gewebebelastungen vermehrt gebildet und kann Hinweise auf systemische Entzündungsprozesse geben. In der Forschung wird IL-6 auch im Zusammenhang mit chronischen Entzündungszuständen und Post-Infektionssyndromen betrachtet.
TNF-α (Tumornekrosefaktor-alpha)
TNF-α ist ein besonders wichtiger pro-entzündlicher Botenstoff, der eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Immunreaktionen spielt. Er aktiviert verschiedene Immunzellen und beeinflusst Entzündungsprozesse im gesamten Körper. Veränderungen dieses Signalstoffs werden unter anderem bei chronischen Entzündungsprozessen oder immunologischen Dysregulationen untersucht.
Bedeutung in der erweiterten Diagnostik
Die Untersuchung solcher Zytokine kann Hinweise darauf geben, wie aktiv bestimmte Entzündungs- oder Regulationsprozesse im Immunsystem sind. In der erweiterten immunologischen Diagnostik können diese Marker helfen, immunologische Veränderungen besser zu verstehen und im Gesamtbild der Beschwerden einzuordnen.
D-Dimere sind kleine Eiweißfragmente, die entstehen, wenn im Körper Blutgerinnsel gebildet und anschließend wieder abgebaut werden. Sie sind somit ein Marker dafür, dass im Gerinnungssystem des Körpers Aktivität stattgefunden hat.
Normalerweise befinden sich nur sehr geringe Mengen von D-Dimeren im Blut. Erhöhte Werte können darauf hinweisen, dass im Körper verstärkte Gerinnungs- und Abbauprozesse von Blutgerinnseln stattfinden.
In der Medizin werden D-Dimere unter anderem untersucht bei Verdacht auf:
-
Thrombosen
-
Lungenembolien
-
stärkere Aktivierung des Gerinnungssystems
Auch im Zusammenhang mit Infektionen oder entzündlichen Prozessen kann es zu erhöhten D-Dimer-Werten kommen. In der Forschung wird daher diskutiert, ob Veränderungen im Gerinnungssystem bei bestimmten Erkrankungen oder Post-Infektionssyndromen eine Rolle spielen könnten.
Die Bestimmung der D-Dimere ist daher ein wichtiger Bestandteil der erweiterten Labordiagnostik, um mögliche Veränderungen im Zusammenspiel von Entzündung, Gefäßsystem und Blutgerinnung besser einordnen zu können.
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